Spendenaufruf der Roten Hilfe

Auf die Besetzer_innen der Brinke 16/17 warten Gerichtsverfahren und damit Anwaltskosten. Die Rote Hilfe hat einen Spendenaufruf formuliert. Danke an die Rote Hilfe.
Danke an alle die sich solidarisch mit uns gezeigt haben, der Kampf geht weiter, ob auf der Straße oder im Gericht!

Presse zur Räumung

Wir haben unseren Pressespiegel aktualisiert, viele berichteten bilderreich über die Räumung und den Abriss. Wenn ihr (auch die Anwohner_innen) uns noch Bilder zukommen lassen wollt, meldet euch gerne.

Heute nachmittag um 14Uhr fand eine Pressekonferenz auf den Trümmern der abgerissenen Seitengebäude der Brinke statt.

Zu den bisherigen Presseberichten gibt es noch etwas zu sagen:
Es wurden definitiv von keiner Person im und um das Haus zu irgendeinem Zeitpunkt Reizstoffe versprüht! Wie die Polizei auf diese Lüge kommt, können wir uns nur durch ihre Inkompetenz erklären: An den Türen waren Zettel mit folgender Aufschrift angebracht

Liebe Polizei, wir sind eine friedliche Wohngemeinschaft. Wir wollen keine Gewalt gegen, sie, uns oder das Haus. Bitte beachten sie, dass Asthmatiker_innen hier wohnen und ein Einsatz von Reizgas/Pfefferspray für diese lebensgefährlich sein könnte.

Unsere Vermutung ist, dass die Polizei bei der Räumung im Eifer des Gefechtes nur die dick gedruckten Wörter „Reizgas/Pfefferspray“ und „lebensgefährlich“ gelesen hat und diese Info auf sich bezog und weitergab. Eine andere Möglichkeit: als sie ins Badfenster andrungen lautete ein Befehl ihrerseits „Reizmitteleinsatz (erforderlich)“ *[undeutlich]. Eventuell haben diese sehr jungen unerfahrenen Beamt_innen ihren eigenen Befehl als Angriff gegen sich selber weitergefunkt.
Auch die Berichte von „gewaltsamer Räumung“, Rangeleien und Cuttermessern (das ein Handwerker bei sich trug) sind Produkt skandalheischender Journalist_innen. Rangeleien hat die Polizei durchgeführt, als sie die Leute in der angemeldeten Mahnwache vorm Haus wegzuräumen versuchte. Als gewaltsam ist das Vorgehen der Polizei zu bezeichnen, die einer Person, während sie auf dem Boden lag und drei Polizisten auf ihr saßen – ins Gesicht schlugen. Natürlich mit der anschließenden obligatorischen Anzeige wegen „Widerstand“.

Wir sind froh, dass sich alle Unterstützer_innen während der gesamten Aktion an unseren Aktionskonsens gehalten haben und folgenden Spruch fast Realität werden ließen: „Von der Brinke kriegt ihr nix, außer Glitter ins Gesicht!“

Sicher, es ist abgerissen. Wir haben unsere restlichen Sachen rausgeholt. Von vorne sieht das Haus noch fast normal aus, auf dem Hof ist ein Trümmerfeld. Die Mahnwache ging heute weiter, es gab mal wieder leckeres Essen von der fantastischen Vokü Gruppe. Wir machen weiter, wie ihr seht.

Ein Spruch der gestrigen nächtlichen Spontandemo sagt es deutlich:
Das Haus könnt ihr uns nehmen – nicht die Idee!

Pressemitteilung Räumung der Brinke WG

Am gestrigen Tag (20.11.2014) wurde das seit fast zwei Monaten besetzte Haus in der Brinkstraße 16/17 geräumt. Als um 10 Uhr die ersten der 200 Polizist_innen eintrafen, befanden sich Menschen sowohl im besetzten als auch im legal gemieteten Teil des Hauses. Die Polizei benötigte Kettensägen, Rammböcke, allerlei Werkzeug, Hunde, Wärmebildkameras und Klettereinheiten um alle Besetzer_innen aus dem Haus zu entfernen. Die Polizei öffnete wahllos und unkoordiniert Räume, dabei zerschlugen sie alle Fenster, außer die des Bioladens. Sie versuchten Türen, die sich nach außen öffnen mit Rammböcken auf zu stoßen. Sie entschieden sich nach kurzer Zeit für das Zerschlagen der Wände. Dabei gefährdeten sie Menschenleben, indem sie nicht darauf achteten ob auch tragende Wände beschädigt wurden.

Vor Beginn der Räumung versuchten zahlreiche Unterstützer_innen durch Menschenketten vorm Haus die Polizei am hereinkommen zu hindern. Neben den vielen Menschen im Haus haben einige Aktivist_innen die Polizei vom Dach aus mit Glitzer empfangen und mussten von Spezialpolizist_innen geräumt werden. Zudem hatten sich zwei Aktivist_innen in einem Zwischenboden angekettet. Die Polizei fand sie zunächst nicht und hatte auch dann noch Mühe sie zu räumen und zu trennen.

Als alle Personen aus den hinteren Trakten geräumt waren, fuhr ein Bagger und ein Schuttwagen des Abrissunternehmens Goers unter Polizeischutz vor und begannen mit dem Abriss. Während die ganze Zeit noch Personen im Erdgeschoss und Bioladen waren, wurde das Obergeschoss in blinder Zerstörungswut komplett zerschlagen. Erst von der Polizei, dann von den Bauarbeiter_innen. Dabei wurde keinerlei Ruecksicht darauf genommen ob tragende Waende herausgeschlagen werden, was auch zu einem Einsturz der Decke im Erdgeschoss hätte führen können. Die Menschen im Bioladen beschrieben, wie die Waende wackelten und der Putz von der Decke viel. Menschen vor dem Haus bekamen Scherben ab.
Eigentümer Schmidt war die meiste Zeit vor Ort und griff nicht ein. Ein Angebot für ein Tauschgrundstück durch die Domgemeinde schlug er noch am Vormittag aus.

„Wir sind komplett entsetzt, dass das Abrissunternehmen Görs und die Polizei die Gefährdung von Menschenleben bewusst in Kauf nehmen, nur um die Profitinteressen eines einzelnen Investors, Herrn Roman Schmidt, zu verteidigen.“ so Pressesprecherin der Brinke WG Verena Krüger.
„Hier zeigt sich der Rechtsstaat mal wieder von seiner besten Seite – in der Durchsetzung von Eigentumsrechten sind ihm alle Mittel Recht. Wo Menschen in Eigeninitiative und mit Herzblut etwas aufgebaut haben, sozialen Wohn- und vielfältigen Kulturraum geschaffen haben, klafft nun eine große Lücke.“
Eine Mahnwache vor dem Haus wurde gegen 19Uhr aufgelöst. Alle vorübergehend festgenommenen Personen sind wieder frei. Am späten Abend fand eine laute Spontandemonstration mit 50 Teilnehmenden durch die Greifswalder Innenstadt statt.

Die politischen Ziele unserer Gruppe haben sich auch nach der Räumung nicht geändert. Wir haben die verfehlte Stadtentwicklungspolitik zu einem zentralen Thema gemacht. Die Unterstützung der Bürger_innen hat gezeigt, dass diese Stadt selbstverwaltete Freiräume braucht. Wir haben es geschafft die Kritik an der Eigentumslogik in die breite Bevölkerung zu tragen. Auch weiterhin werden wir daran arbeiten, dass diese Stadt sich nicht den Einzelinteressen von Investor_innen beugt, sondern endlich anfängt einen sozialen Umgang mit ihren Bewohner_innen zu pflegen. Greifswald soll kein Profitmarkt fuer Unternehmer bleiben, sondern ein Ort sozialer Wohnungspolitik und kultureller Freiraeume.
Mit der selbstbestimmten Aneignung von Räumen haben wir gezeigt, wie man der Rundum-Ökonomisierung aller Lebensbereiche etwas entgegensetzen kann. Trotz unseres Bedauerns um dieses Haus gehen wir gestaerkt aus dem Kampf und hoffen, dass uns viele folgen werden!

Brinke geraeumt

Die Besetzung in der Brinkstrasze 16 17 wurde geraeumt.
Die Polizei rueckte um kurz vor 10Uhr an. Sie kletterte ueber den Hof des Nachbargrundstueckes in den Garten und begann wahllos die Scheiben und Tueren zu zerschlagen um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Mit Kettensaegen, Rammboecken, allerlei Werkzeug, Hunden, Waermebildkameras und Klettereinheiten drangen sie brutal in das Gebaeude vor. Alle Fenster auszer die des Bioladens wurden eingeschlagen, alle Tueren aufgemacht, auch von Raeumen die laengst offen und leer waren. Die Menschen in und auf dem Haus wurden rausgetragen und festgesetzt.
Vor Beginn der Raeumung versuchten zahlreiche Unterstuetzer_innen durch Menschenketten vorm Haus die Polizei am reinkommen zu hindern. Neben den vielen Menschen im Haus haben einige Aktivist_innen die Polizei auf dem Dach mit Glitzer empfangen und mussten von Spezialpolizist_innen geraeumt werden. Zudem hatten sich zwei Aktivist_innen in einem Zwischenboden angekettet. Die Polizei fand sie zunaechst nicht und brauchte auch dann noch eine Weile um sie zu raeumen und zu trennen.
Als alle Personen aus den hinteren Trakten geraeumt waren fuhr ein Bagger und Schuttwagen des Abrissunternehmens Goers unter Polizeischutz vor und begannen mit dem Abriss. Waehrend die ganze Zeit noch Personen im Erdgeschoss und Bioladen waren, wurde das Obergeschoss in blinder Zerstoerungswut komplett zerschlagen. Erst von der Polizei, dann von den Bauarbeiter_innen. Dabei wurde keinerlei Ruecksicht darauf genommen ob tragende Waende herausgekloppt werden, was auch zu einem Einsturz der Decke im Erdgeschoss haette fuehren koennen. Die Menschen im Bioladen beschrieben, wie die Waende wackelten und der Putz von den Waenden viel. Menschen vor dem Haus bekamen Scherben ab. Eigentuemer Schmidt war die meiste Zeit vor Ort und griff nicht ein. Ein Angebot fuer ein Tauschgrundstueck durch die Domgemeinde schlug er noch am Vormittag aus.

„Wir sind komplett entsetzt, dass Abrissunternehmen Goers und die Polizei die Gefaehrdung von Menschenleben bewusst in Kauf nehmen, nur um die Profitinteressen des einzelnen Investors Roman Schmidt zu verteidigen.“ so Pressesprecherin der Brinke WG Verena Krueger.

„Hier zeigt sich der Rechtsstaat mal wieder von seiner besten Seite – in der Durchsetzung von Eigentumsrechten sind ihm alle Mittel Recht. Wo Menschen in Eigeninitiative und mit Herzblut etwas aufgebaut haben, sozialen Wohn- und vielfaeltigen Kulturraum schaffen wollten, klafft nun eine grosze Luecke.“

Eine Mahnwache vor dem Haus wurde gegen 19Uhr aufgeloest. Alle festgenommenen Personen sind wieder auf freiem Fusz.

Fertig sind wir deswegen noch lange nicht – wir haben uns vernetzt und die verfehlte Stadtentwicklungspolitik auf den Tisch gebracht, wir haben die Diskussion ueber die Fragwuerdigkeit einer Eigentumslogik angeheizt – und auch praktisch wissen wir jetzt wie es geht. Unser Kampf um eine selbstorganisierte Stadt geht definitiv weiter.

Haltet euch auf dem Laufenden was weitere Aktionen heute angeht.

Danke fuer eure Power! Wir haben bis zum Schluss gekaempft!

Die BrinkeWG wird geraeumt, jetzt!

Die Polizei beginnt JETZT mit der Raemung der Brinkstr. 16/17. Kommt zum Haus um die Raemung zu verhindern!
Macht fleiszig Fotos um den Polizeieinsatz zu dokumentieren, ihr koennt uns die Fotos per Mail schicken oder selber mit dem #brinke Twittern(seid sensibel, keine Gesichter von Demostrant_Innen!).
Die Telefonnummer des EAs: 015733730212
Infotelefon: 015758370152
Ab jetzt gibt es alle wichtigen Infos auf Twitter (BrinkeWG) unter #brinke.
Wenn die Raeumung erfolgreich sein sollte, gilt es einen Teilabrisz des Gebaedes zu verhindern, bleibt also vor Ort!

Räumungen verhindern, soziokulturelle Freiraeume erkaempfen und erhalten!

Falls das Pressetelefon der Aktivist_Innen im Haus ausfallen sollte, koennen Pressevertreter_Innen uns auch unter 015164551862 erreichen.