Brinke WG - Kein Abriss unter dieser Adresse http://brinkewg.blogsport.de Gegen den Abriss der Brinkstraße 16/17 in Greifswald für Eigentumswohnungen Wed, 24 Feb 2016 18:13:07 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Verfahren gegen Hausbesetzerin eingestellt – Kritik an Polizei und Wohnungspolitik aktualisiert http://brinkewg.blogsport.de/2016/02/24/verfahren-gegen-hausbesetzerin-eingestellt-kritik-an-polizei-und-wohnungspolitik-aktualisiert/ http://brinkewg.blogsport.de/2016/02/24/verfahren-gegen-hausbesetzerin-eingestellt-kritik-an-polizei-und-wohnungspolitik-aktualisiert/#comments Wed, 24 Feb 2016 18:12:58 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2016/02/24/verfahren-gegen-hausbesetzerin-eingestellt-kritik-an-polizei-und-wohnungspolitik-aktualisiert/ Pressemitteilung der Brinke Prozesz Gruppe
12.01.2016, Greifswald

Der Prozeß gegen eine Hausbesetzerin der Brinkstraße wurde gestern gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt. Ein Grund für die Einstellung war, ebenso wie bei fünf weiteren Verfahren in diesem Zusammenhang, die dürftige Aktenlage. Trotz des abgesagten Prozesstermins versammelten sich einige Unterstützer_innen der Angeklagten heute früh vor dem Amtsgericht Greifswald um gegen die Kriminalisierung von Hausbesetzer_innen zu demonstrieren. In einem Redebeitrag wurde das Verhalten der Polizei kritisiert. Als der Erfahrungsbericht der Angeklagten verlesen wurde zeigten sich die Anwesenden über deren Vorgehen entsetzt.

Im Herbst 2014 besetzten einige Menschen den Häuserkomplex Brinkstraße 16/17 um das Haus vor dem Abriss und Neubau von Eigentumswohnungen zu bewahren nachdem alle weiteren Versuche, das Haus zu retten gescheitert sind. In den 1 1/2 Monaten der Besetzung wurde gezeigt, wie das Haus als Wohnraum und Stadtteilzentrum mit diversen Veranstaltungen und als Freiraum genutzt werden kann. Am 20. November wurden die Besetzer_innengruppen im und auf dem Gebäude von 200 Polizist_innen geräumt.

Eine der Besetzer_innen hatte sich in einem Zwischenboden des Hauses versteckt und sich dort durch ein Metallrohr verbunden mit einer anderen Person angekettet um die Räumung und den Abriss zu verhindern. Nach einigem Suchen fand die Polizei die beiden und brachte sie aus dem Haus. In einem Erfahrungsbericht beschreibt die Angeklagte die Räumung als Zerstörungsakt und berichtet von Beleidigungen durch Polizist_innen und einer Person die geschlagen wurde. Auf Anzeige des Eigentümers R. Schmidt wurde sie wegen Hausfriedensbruches angeklagt, das Verfahren gegen sie nun jedoch gegen die Zahlung einer geringen Geldbuße eingestellt. Die zuständige Staatsanwaltschaft stimmte der Einstellung gestern zu. Der Prozesstermin wurde abgesagt.

In der Protestkundgebung richteten die Unterstützer_innen der Besetzerin viel Kritik an die Polizei:
„Der Aktionskonsens der Besetzer_innen und Unterstützer_innen war ein ganz klar passiver – ihr Ziel war das Haus vor der Räumung und Zerstörung zu schützen, dabei sollte von ihnen aber keine Eskalation ausgehen. An diesen Konsens wurde sich im Vorhinein und am Räumungstag gehalten. Wie die Polizei hier versucht zu kriminalisieren zeigt sich, zum Beispiel an dem angebliche Reizgas-Einsatz der Besetzer_innen. Als die Polizei das Haus stürmte fragten ein Beamter seine Kolleg_innen ob Reizgas eingesetzt werden soll: In etwa „Reizgaseinsatz nötig?“. Diese verstanden es jedoch als Warnung: „Achtung Reizgaseinsatz!“. Ein Brotmesser wurde einem Demoteilnehmer vor dem Haus als Waffe ausgelegt – und schwupps sind die gefährlichen Besetzer_innen sogar mit Reizgas und Messern auf die Polizei losgegangen.“

Bei dem Teilabriss des Hauses, der sofort auf die Räumung folgte wurden weder Strom noch Gas abgestellt. Während sich noch Personen im legal gemieteten Bioladen im Erdgeschoss aufhielten wurde das Obergeschoss eingerissen.

„Die erhebliche reale Gefährdung von Menschenleben interessierte die Polizei hier nicht. Sie schützte das Abrissunternehmen und ging auf Warnhinweise nicht ein. Auch eine Strafanzeige gegen das Abrissunternehmen wurde im Nachhinein eingestellt, weil die Polizei sich um den Schutz der Personen gekümmert habe. Sie hat jedoch lediglich die Mahnwache verlegt, während auf Personen im Haus keine Rücksicht genommen wurde. Schließlich musste der symbolisch wichtige Abriss unbedingt durchgeführt werden.“ so Simone Wöll, eine der Unterstützer_innen.

Weiter hieß es in der Rede „Die Straffreiheit für Polizist_innen und den Eigentümer sind im Verhältnis gesehen erschreckend, aber sie sind keine Zufälle. In einer kapitalistischen Gesellschaft ist Eigentum ein höheres Gut, als die Interessen der Bürger_innen. Und wenn es nötig ist wird dieses Recht mit Gewalt durchgesetzt. Wir sehen das Profitinteresse eines einzelnen Investors nach wie vor nicht als wichtiger an, als den Wunsch vieler Menschen nach einem Stadtteilzentrum, nach günstigem Wohnraum und einem Freiraum. Greifswald braucht mehr sozialen Wohnraum und eine Besetzung ist ein Weg unter vielen, diesen zu schaffen.
Solange wir nicht in einer Gesellschaft leben, die auf Kooperation basiert, müssen wir uns eben nehmen was wir brauchen und damit auch die Widersprüche aufzeigen, die existieren.
Hausbesetzung ist nicht kriminell!
Häuser besetzen heißt wohnen und wohnen ist notwendig!“

Zwei weitere Prozesse wegen Hausfriedensbruch und einer wegen Widerstand stehen noch aus, Prozesstermine sind noch unklar.

Kontakt: brinke_prozesz@riseup.net

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Erster Prozess gegen Hausbesetzer_innen http://brinkewg.blogsport.de/2016/01/07/erster-prozess-gegen-hausbesetzer_innen/ http://brinkewg.blogsport.de/2016/01/07/erster-prozess-gegen-hausbesetzer_innen/#comments Thu, 07 Jan 2016 18:09:15 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2016/01/07/erster-prozess-gegen-hausbesetzer_innen/ Veranstaltungen

Do, 7.1.2016, 20 Uhr: Infoveranstaltung zum Prozess, IKUWO (Goethestraße 1, 17489 Greifswald)

Di, 12.1.2016, 8:30 Uhr: Kundgebung und Prozess vor dem Amtsgericht Greifswald (Lange Str. 2A, 17489 Greifswald)

Prozess

Am Dienstag findet vor deIMG_5915m Amtsgericht Greifswald der erste Prozess gegen eine Besetzerin der “Brinke” statt. Im Herbst 2014 besetzten einige Menschen den Häuserkomplex Brinkstraße 16/17 um das Haus vor dem Abriss und Neubau von Eigentumswohnungen zu bewahren nachdem alle weiteren Versuche, das Haus zu retten gescheitert waren. In den 1 1/2 Monaten der Besetzung wurde gezeigt, wie das Haus als Wohnraum und Stadtteilzentrum mit diversen Veranstaltungen und Freiraum genutzt werden kann. Am 20. November wurden die Besetzer*innengruppen im und auf dem Gebäude von 200 Polizist_innen geräumt. Zwei Besetzer_innen hatten sich in einem Zwischenboden des Hauses versteckt und sich dort durch ein Metallrohr verbunden angekettet um die Räumung und den Abriss zu verhindern. Gegen eine der beiden soll nun am Dienstag der Prozess geführt werden.

Gründe

In einer Kundgebung vor dem Amtsgericht wollen wir die Eröffnung des Verfahrens kritisieren und auf die Aktualität der damaligen Forderungen aufmerksam zu machen. Die Brinkstraße 16/17 wurde besetzt um ein städtebaulich wichtiges Häuserensemble zu erhalten, bezahlbaren Wohn- und Kulturraum zu schaffen und einer Stadtpolitik der teuren Durchsanierung zu widersprechen. Diese legitimen Gründe machen die Aktion der Hausbesetzung notwendig. Nachdem alle legalen Versuche das Haus zu retten, von Unterschriftenlisten über stadtpolitischen Einfluss bis zu konkreten Kaufangeboten der Initiative für den Erhalt, gescheitert waren, blieb den Aktivist_innen nur das Mittel der Besetzung um das denkmalwürdige Haus zu schützen. Für uns ist das Eigentumsrecht und Profitinteresse eines einzelnen Investors nach wie vor kein Grund Menschen gewaltsam aus einem Haus zu vertreiben, dass sie brauchen und nutzen. Eigentum ist eine abstrakte Kategorie, die in diesem Fall dazu führt, dass günstiger gemeinschaftlicher Wohn- und Kulturraum ersetzt wird durch teure gesichtslose Eigentumswohnungen.

Mit zweierlei Maß

Die Besetzer_innen sollen für ihr Engagement, dass niemanden beeinträchtigt hat verurteilt werden. Währenddessen wird gegen Eigentümer und Polizei nicht einmal ermittelt, obwohl sie die Gefährdung von Menschenleben in Kauf nahmen als sie während der Räumung mit dem Teilabriss des Hauses begannen, in dem sich Personen befanden und in dem weder Strom- noch Gasleitungen abgestellt waren. Es werden demnächst weitere Prozesse gegen Besetzer_innen folgen, also lasst uns die Kundgebung als Autakt nutzen Öffentlichkeit zu erzeugen! Kommt und zeigt euch solidarisch! Die Häuser denen, die sie brauchen!

Hintergrundinfos

PM der Initiative Brinke 16-17 erhalten zur Räumung und Teilabriss

PM der Brinke WG zur Räumung

Bericht des AKJ zur Räumung

Kontakt zur Unterstützer*innengruppe

brinke_prozesz@riseup.net

Spenden für Brinke16-17 Aktivist*innen

Rote Hilfe Greifswald

IBAN: DE34430609674007238307

BIC: GENODEM1GLS

Stichwort: „BRINKE“

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Ausstellung zur Besetzergeschichte Greifswalds und der Brinke Besetzung http://brinkewg.blogsport.de/2015/11/16/ausstellung-zur-besetzergeschichte-greifswalds-und-der-brinke-besetzung/ http://brinkewg.blogsport.de/2015/11/16/ausstellung-zur-besetzergeschichte-greifswalds-und-der-brinke-besetzung/#comments Mon, 16 Nov 2015 18:05:03 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2015/11/16/ausstellung-zur-besetzergeschichte-greifswalds-und-der-brinke-besetzung/ Wir dokumetieren hier eine Pressemitteilung der Initiative Brinke 16-17 erhalten

“Ausstellung über die Proteste zur Brinkstraße 16-17 anlässlich deren Räumung vor einem Jahr

Seit einer Woche ist der frisch sanierte Heineschuppen Ort für die ungewöhnliche Ausstellung „Fragmente einer Stadt“. Sie befasst sich mit den zwei Jahre andauernden Protesten gegen den Abriss der Brinke16-17 und den Hausbesetzungen Ende der 80er und der 90er Jahre in Greifswald. Beim Betreten der Ausstellung treffen die Besucher*innen auf an Stoffen schwebenden Texten und Bildern von vergangenen Besetzungen, Räumungen und Gegenprotesten in Greifswald. Die Liste der besetzten Häuser ist beeindruckend und frustrierend die Anzahl der vielen davon abgerissenen Häuser. Dann kommt ein Zeitsprung von über 20 Jahren und die Besucher*innen landen in der Brinkstraße 16-17 in den Jahren 2013 bis 2015. Auf einer sechs Meter langen Ausstellungswand lässt sich anhand zahlreicher Bilder, Presseartikel, alter Flyer, Texte und eines Radiointerviews nachvollziehen, wie sich die Proteste um die Brinke16-17 entwickelt haben. Daneben vermitteln zahlreiche Banner, aus den Trümmern gerettete Großbilder und eine gemütliche Sitzecke ein schemenhaftes Bild der Stimmung in der Brinkstraße aus dem letzten Jahr. Damals war die Straße von Demonstrationen, Straßenfesten, Open Air-Veranstaltungen und einem buntem Menschengewirr geprägt.

Ausstellung1 Austellung2

Es waren die letzten Tage der über sechs Wochen andauernden Besetzung durch die „Brinke WG“. Aber auch zu diesem Zeitpunkt gab es noch die Hoffnung auf eine Einigung. Über zwei Jahre mühte sich die Initiative „Brinke16-17 erhalten!“ ab, Tauschgrundstücke zu finden und R. Schmidt anzubieten. Doch letzten Endes lehnte der Eigentümer alle Grundstücke und Kaufangebote ab. Auch über 1000 Unterschriften gegen den Abriss, Diskussionsrunden, Straßenfeste, ein alternativer Nutzungs- und Finanzierungsplan für das Grundstück, Demonstrationen, dutzende Treffen mit Politiker*innen und der Verwaltung und zuletzt wochenlange Mahnwachen ließen R. Schmidt kalt.

Am 20. November wurde schließlich das Schicksal des 158-jährigen Hauses besiegelt. Damals räumten 200 Polizist*innen die Besetzer*innengruppen im und auf dem Gebäude. Noch am selben Tag folgte der hastige Abriss der Hintergebäude im Auftrag des Eigentümers und Bauunternehmers R. Schmidt. Dies, obwohl sich noch Menschen im und vor dem Haus befanden, die Gas- und Stromleitung ungesichert waren und der Bioladen „Sonnenmichel“ mit seiner Ladenfläche im Erdgeschoss geöffnet hatte. Der Abriss der gesamten Brinkstr. 16-17 erfolgte dann am 02.02.2015 und war trauriger Schlusspunkt einer bunten Protestbewegung in Greifswald, die Ihresgleichen sucht. Die Geschichte dieses Protestes wurde jedoch bewahrt und ist noch bis zum 21. November von 14 bis 19 Uhr im Heineschuppen (Museumswerft, Salinenstraße 20) zu besichtigen.

Am selben Ort und zur selben Zeit lässt sich noch eine zweite interessante Ausstellung zum Thema Protestkultur besichtigen: „Ooops, da wurde wohl was übersehen – Beton im Gleisbett“ beschäftigt sich mit verschiedenen öffentlichkeitswirksamen Aktionsformen der Antiatombewegung.

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Workshop: Einführung in den Anarchismus http://brinkewg.blogsport.de/2014/12/01/workshop-einfuehrung-in-anarchismus/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/12/01/workshop-einfuehrung-in-anarchismus/#comments Sun, 30 Nov 2014 22:00:33 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/12/01/workshop-einfuehrung-in-anarchismus/ Im Rahmen des anarchistisch feministischen Lesecafés wird es diesen Sonntag, 7.12.2014, einen Workshop geben. Eine kurze chronologische Einführung soll die Ideengeschichte des Anarchismus und wichtige praktische Umsetzungen aufzeigen. Danach werden einige ausgewählte Texte in Kleingruppen gelesen und später in der Gruppe diskutiert. Es werden u.a. Texte folgender Autor_innen behandelt: Landauer, Kropotkin, Goldman, Proudhon und andere.
Los geht es um 16 Uhr in der Brinkstraße 16/17.

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Statements zur Räumung von AKJ und Initiative http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/24/statements-zur-raeumung-von-akj-und-initiative/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/24/statements-zur-raeumung-von-akj-und-initiative/#comments Mon, 24 Nov 2014 10:07:15 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/24/statements-zur-raeumung-von-akj-und-initiative/ Die Initiative „Brinke 16 bis 17 erhalten“ äußert sich in einer Pressemitteilung zur Räumung und dem Abriss:

Das Verhalten der Polizei bei der Räumung der Hausbesetzer*innen, aber auch im Umgang mit der rechtmäßigen Demonstration direkt vor dem Haus beurteilt die Initiative als teilweise fahrlässig, eskalierend und wahrscheinlich rechtswidrig. […]
„Wir und unsere Unterstützer*innen haben gestern viel gelitten. Es ist schlimm machtlos zusehen zu müssen, wie aufgrund des wirtschaftlichen Interesses eines Einzelnen, ein Haus abgerissen wird, mit dem so viele Menschen Erinnerungen und Hoffnungen verbunden haben. Für das sogar einige Menschen, wie die Hausbesetzer*innen, bereit sind, juristische und gesundheitliche Folgen in Kauf zu nehmen. Gleichzeitig ist es unglaublich beflügelnd, wenn sich am Ende eines solchen Tages über 40 Menschen zusammensetzen, um über ihre Erlebnisse zu berichten und um zu überlegen, wie wir weitermachen können. Denn weitermachen werden die Initiative, der Bioladen und unsere Unterstützer*innen auf jeden Fall!”

Der Arbeitskreis kritischer Jurist_innen hat die Räumung beobachtet und einen vorläufigen Bericht veröffentlicht:

Demzufolge beurteilen wir die Hinderung an der Mahnwachenteilnahme als Verstoß gegen das Versammlungsrecht. […]
Polizist_innen befanden sich unmittelbar neben der Schuttabladestelle und liefen Gefahr, von Gegenständen getroffen zu werden. Diese Situation spitze sich zu, als im ersten Stock des Gebäudes Fensterscheiben von innen zerschlagen wurden, und Glasscherben untenstehende Polizist_innen knapp verfehlten. […] Auf dem Gehweg befindliche Gegenstände wurden zu Gefahrenquellen für Demonstrierende.

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Spendenaufruf der Roten Hilfe http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/spendenaufruf-der-roten-hilfe/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/spendenaufruf-der-roten-hilfe/#comments Fri, 21 Nov 2014 19:30:58 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/spendenaufruf-der-roten-hilfe/ Auf die Besetzer_innen der Brinke 16/17 warten Gerichtsverfahren und damit Anwaltskosten. Die Rote Hilfe hat einen Spendenaufruf formuliert. Danke an die Rote Hilfe.
Danke an alle die sich solidarisch mit uns gezeigt haben, der Kampf geht weiter, ob auf der Straße oder im Gericht!

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Presse zur Räumung http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/presse-zur-raeumung/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/presse-zur-raeumung/#comments Fri, 21 Nov 2014 17:36:26 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/21/presse-zur-raeumung/ Wir haben unseren Pressespiegel aktualisiert, viele berichteten bilderreich über die Räumung und den Abriss. Wenn ihr (auch die Anwohner_innen) uns noch Bilder zukommen lassen wollt, meldet euch gerne.

Heute nachmittag um 14Uhr fand eine Pressekonferenz auf den Trümmern der abgerissenen Seitengebäude der Brinke statt.

Zu den bisherigen Presseberichten gibt es noch etwas zu sagen:
Es wurden definitiv von keiner Person im und um das Haus zu irgendeinem Zeitpunkt Reizstoffe versprüht! Wie die Polizei auf diese Lüge kommt, können wir uns nur durch ihre Inkompetenz erklären: An den Türen waren Zettel mit folgender Aufschrift angebracht

Liebe Polizei, wir sind eine friedliche Wohngemeinschaft. Wir wollen keine Gewalt gegen, sie, uns oder das Haus. Bitte beachten sie, dass Asthmatiker_innen hier wohnen und ein Einsatz von Reizgas/Pfefferspray für diese lebensgefährlich sein könnte.

Unsere Vermutung ist, dass die Polizei bei der Räumung im Eifer des Gefechtes nur die dick gedruckten Wörter „Reizgas/Pfefferspray“ und „lebensgefährlich“ gelesen hat und diese Info auf sich bezog und weitergab. Eine andere Möglichkeit: als sie ins Badfenster andrungen lautete ein Befehl ihrerseits „Reizmitteleinsatz (erforderlich)“ *[undeutlich]. Eventuell haben diese sehr jungen unerfahrenen Beamt_innen ihren eigenen Befehl als Angriff gegen sich selber weitergefunkt.
Auch die Berichte von „gewaltsamer Räumung“, Rangeleien und Cuttermessern (das ein Handwerker bei sich trug) sind Produkt skandalheischender Journalist_innen. Rangeleien hat die Polizei durchgeführt, als sie die Leute in der angemeldeten Mahnwache vorm Haus wegzuräumen versuchte. Als gewaltsam ist das Vorgehen der Polizei zu bezeichnen, die einer Person, während sie auf dem Boden lag und drei Polizisten auf ihr saßen – ins Gesicht schlugen. Natürlich mit der anschließenden obligatorischen Anzeige wegen „Widerstand“.

Wir sind froh, dass sich alle Unterstützer_innen während der gesamten Aktion an unseren Aktionskonsens gehalten haben und folgenden Spruch fast Realität werden ließen: „Von der Brinke kriegt ihr nix, außer Glitter ins Gesicht!“

Sicher, es ist abgerissen. Wir haben unsere restlichen Sachen rausgeholt. Von vorne sieht das Haus noch fast normal aus, auf dem Hof ist ein Trümmerfeld. Die Mahnwache ging heute weiter, es gab mal wieder leckeres Essen von der fantastischen Vokü Gruppe. Wir machen weiter, wie ihr seht.

Ein Spruch der gestrigen nächtlichen Spontandemo sagt es deutlich:
Das Haus könnt ihr uns nehmen – nicht die Idee!

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Pressemitteilung Räumung der Brinke WG http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/pressemitteilung-raeumung/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/pressemitteilung-raeumung/#comments Thu, 20 Nov 2014 19:00:04 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/pressemitteilung-raeumung/ Am gestrigen Tag (20.11.2014) wurde das seit fast zwei Monaten besetzte Haus in der Brinkstraße 16/17 geräumt. Als um 10 Uhr die ersten der 200 Polizist_innen eintrafen, befanden sich Menschen sowohl im besetzten als auch im legal gemieteten Teil des Hauses. Die Polizei benötigte Kettensägen, Rammböcke, allerlei Werkzeug, Hunde, Wärmebildkameras und Klettereinheiten um alle Besetzer_innen aus dem Haus zu entfernen. Die Polizei öffnete wahllos und unkoordiniert Räume, dabei zerschlugen sie alle Fenster, außer die des Bioladens. Sie versuchten Türen, die sich nach außen öffnen mit Rammböcken auf zu stoßen. Sie entschieden sich nach kurzer Zeit für das Zerschlagen der Wände. Dabei gefährdeten sie Menschenleben, indem sie nicht darauf achteten ob auch tragende Wände beschädigt wurden.

Vor Beginn der Räumung versuchten zahlreiche Unterstützer_innen durch Menschenketten vorm Haus die Polizei am hereinkommen zu hindern. Neben den vielen Menschen im Haus haben einige Aktivist_innen die Polizei vom Dach aus mit Glitzer empfangen und mussten von Spezialpolizist_innen geräumt werden. Zudem hatten sich zwei Aktivist_innen in einem Zwischenboden angekettet. Die Polizei fand sie zunächst nicht und hatte auch dann noch Mühe sie zu räumen und zu trennen.

Als alle Personen aus den hinteren Trakten geräumt waren, fuhr ein Bagger und ein Schuttwagen des Abrissunternehmens Goers unter Polizeischutz vor und begannen mit dem Abriss. Während die ganze Zeit noch Personen im Erdgeschoss und Bioladen waren, wurde das Obergeschoss in blinder Zerstörungswut komplett zerschlagen. Erst von der Polizei, dann von den Bauarbeiter_innen. Dabei wurde keinerlei Ruecksicht darauf genommen ob tragende Waende herausgeschlagen werden, was auch zu einem Einsturz der Decke im Erdgeschoss hätte führen können. Die Menschen im Bioladen beschrieben, wie die Waende wackelten und der Putz von der Decke viel. Menschen vor dem Haus bekamen Scherben ab.
Eigentümer Schmidt war die meiste Zeit vor Ort und griff nicht ein. Ein Angebot für ein Tauschgrundstück durch die Domgemeinde schlug er noch am Vormittag aus.

„Wir sind komplett entsetzt, dass das Abrissunternehmen Görs und die Polizei die Gefährdung von Menschenleben bewusst in Kauf nehmen, nur um die Profitinteressen eines einzelnen Investors, Herrn Roman Schmidt, zu verteidigen.“ so Pressesprecherin der Brinke WG Verena Krüger.
„Hier zeigt sich der Rechtsstaat mal wieder von seiner besten Seite – in der Durchsetzung von Eigentumsrechten sind ihm alle Mittel Recht. Wo Menschen in Eigeninitiative und mit Herzblut etwas aufgebaut haben, sozialen Wohn- und vielfältigen Kulturraum geschaffen haben, klafft nun eine große Lücke.“
Eine Mahnwache vor dem Haus wurde gegen 19Uhr aufgelöst. Alle vorübergehend festgenommenen Personen sind wieder frei. Am späten Abend fand eine laute Spontandemonstration mit 50 Teilnehmenden durch die Greifswalder Innenstadt statt.

Die politischen Ziele unserer Gruppe haben sich auch nach der Räumung nicht geändert. Wir haben die verfehlte Stadtentwicklungspolitik zu einem zentralen Thema gemacht. Die Unterstützung der Bürger_innen hat gezeigt, dass diese Stadt selbstverwaltete Freiräume braucht. Wir haben es geschafft die Kritik an der Eigentumslogik in die breite Bevölkerung zu tragen. Auch weiterhin werden wir daran arbeiten, dass diese Stadt sich nicht den Einzelinteressen von Investor_innen beugt, sondern endlich anfängt einen sozialen Umgang mit ihren Bewohner_innen zu pflegen. Greifswald soll kein Profitmarkt fuer Unternehmer bleiben, sondern ein Ort sozialer Wohnungspolitik und kultureller Freiraeume.
Mit der selbstbestimmten Aneignung von Räumen haben wir gezeigt, wie man der Rundum-Ökonomisierung aller Lebensbereiche etwas entgegensetzen kann. Trotz unseres Bedauerns um dieses Haus gehen wir gestaerkt aus dem Kampf und hoffen, dass uns viele folgen werden!

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Brinke geraeumt http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/brinke-geraeumt/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/brinke-geraeumt/#comments Thu, 20 Nov 2014 18:11:24 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/brinke-geraeumt/ Die Besetzung in der Brinkstrasze 16 17 wurde geraeumt.
Die Polizei rueckte um kurz vor 10Uhr an. Sie kletterte ueber den Hof des Nachbargrundstueckes in den Garten und begann wahllos die Scheiben und Tueren zu zerschlagen um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Mit Kettensaegen, Rammboecken, allerlei Werkzeug, Hunden, Waermebildkameras und Klettereinheiten drangen sie brutal in das Gebaeude vor. Alle Fenster auszer die des Bioladens wurden eingeschlagen, alle Tueren aufgemacht, auch von Raeumen die laengst offen und leer waren. Die Menschen in und auf dem Haus wurden rausgetragen und festgesetzt.
Vor Beginn der Raeumung versuchten zahlreiche Unterstuetzer_innen durch Menschenketten vorm Haus die Polizei am reinkommen zu hindern. Neben den vielen Menschen im Haus haben einige Aktivist_innen die Polizei auf dem Dach mit Glitzer empfangen und mussten von Spezialpolizist_innen geraeumt werden. Zudem hatten sich zwei Aktivist_innen in einem Zwischenboden angekettet. Die Polizei fand sie zunaechst nicht und brauchte auch dann noch eine Weile um sie zu raeumen und zu trennen.
Als alle Personen aus den hinteren Trakten geraeumt waren fuhr ein Bagger und Schuttwagen des Abrissunternehmens Goers unter Polizeischutz vor und begannen mit dem Abriss. Waehrend die ganze Zeit noch Personen im Erdgeschoss und Bioladen waren, wurde das Obergeschoss in blinder Zerstoerungswut komplett zerschlagen. Erst von der Polizei, dann von den Bauarbeiter_innen. Dabei wurde keinerlei Ruecksicht darauf genommen ob tragende Waende herausgekloppt werden, was auch zu einem Einsturz der Decke im Erdgeschoss haette fuehren koennen. Die Menschen im Bioladen beschrieben, wie die Waende wackelten und der Putz von den Waenden viel. Menschen vor dem Haus bekamen Scherben ab. Eigentuemer Schmidt war die meiste Zeit vor Ort und griff nicht ein. Ein Angebot fuer ein Tauschgrundstueck durch die Domgemeinde schlug er noch am Vormittag aus.

„Wir sind komplett entsetzt, dass Abrissunternehmen Goers und die Polizei die Gefaehrdung von Menschenleben bewusst in Kauf nehmen, nur um die Profitinteressen des einzelnen Investors Roman Schmidt zu verteidigen.“ so Pressesprecherin der Brinke WG Verena Krueger.

„Hier zeigt sich der Rechtsstaat mal wieder von seiner besten Seite – in der Durchsetzung von Eigentumsrechten sind ihm alle Mittel Recht. Wo Menschen in Eigeninitiative und mit Herzblut etwas aufgebaut haben, sozialen Wohn- und vielfaeltigen Kulturraum schaffen wollten, klafft nun eine grosze Luecke.“

Eine Mahnwache vor dem Haus wurde gegen 19Uhr aufgeloest. Alle festgenommenen Personen sind wieder auf freiem Fusz.

Fertig sind wir deswegen noch lange nicht – wir haben uns vernetzt und die verfehlte Stadtentwicklungspolitik auf den Tisch gebracht, wir haben die Diskussion ueber die Fragwuerdigkeit einer Eigentumslogik angeheizt – und auch praktisch wissen wir jetzt wie es geht. Unser Kampf um eine selbstorganisierte Stadt geht definitiv weiter.

Haltet euch auf dem Laufenden was weitere Aktionen heute angeht.

Danke fuer eure Power! Wir haben bis zum Schluss gekaempft!

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Die BrinkeWG wird geraeumt, jetzt! http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/die-brinkewg-wird-geraeumt-jetzt/ http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/die-brinkewg-wird-geraeumt-jetzt/#comments Thu, 20 Nov 2014 08:01:14 +0000 Administrator Allgemein http://brinkewg.blogsport.de/2014/11/20/die-brinkewg-wird-geraeumt-jetzt/ Die Polizei beginnt JETZT mit der Raemung der Brinkstr. 16/17. Kommt zum Haus um die Raemung zu verhindern!
Macht fleiszig Fotos um den Polizeieinsatz zu dokumentieren, ihr koennt uns die Fotos per Mail schicken oder selber mit dem #brinke Twittern(seid sensibel, keine Gesichter von Demostrant_Innen!).
Die Telefonnummer des EAs: 015733730212
Infotelefon: 015758370152
Ab jetzt gibt es alle wichtigen Infos auf Twitter (BrinkeWG) unter #brinke.
Wenn die Raeumung erfolgreich sein sollte, gilt es einen Teilabrisz des Gebaedes zu verhindern, bleibt also vor Ort!

Räumungen verhindern, soziokulturelle Freiraeume erkaempfen und erhalten!

Falls das Pressetelefon der Aktivist_Innen im Haus ausfallen sollte, koennen Pressevertreter_Innen uns auch unter 015164551862 erreichen.

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