Räumung der Brinkstraße 16/17 blieb aus – Solidarität und Protest wächst weiter

Greifswald, den 18.11.2014

In der Nacht von Montag auf Dienstag (17.\18.11.) wurde zur Freude der Besetzer_innen und der Initiative „Brinke 16 bis 17 erhalten“ das besetzte Haus in der Brinkstraße 16/17 nicht geräumt. Die kurzfristige Mobilisierung gegen die Räumung war ein voller Erfolg. Bereits am Abend füllte sich der Bürgersteig und das Haus mit Unterstützer_innen deren Zahl, nach Schätzung der Besetzer_innen zwischen 30 und 50 lag. In den frühen Morgenstunden des 18.11. folgten ca. 100 Menschen dem Aufruf der Initiative, die zu einem Prostestfrühstück geladen hatte.

Trotz der angespannten Lage um das Haus in der Brinkstraße 16/17 wurden in der Nacht Neuankömmlinge begrüßt und in mehreren Informationsveranstaltungen über die aktuelle Lage und eventuelle rechtliche Konsequenzen aufgeklärt. Es wurde diskutiert, gegessen, getanzt und sogar ein wenig geschlafen.
Die breite Unterstützung der Greifswalder_innen zeigt, wie groß der Rückhalt für die Besetzer_innen und eine aktive Raumnahme in der Stadt ist. Der kollektiv begangene Hausfriedensbruch macht deutlich, dass sich Hausbesetzungen nicht länger kriminalisieren lassen.

Die offene Solidarität der Bürger_Innen macht nicht nur Mut, um weiter zu kämpfen, sondern ist auch ein klares Zeichen an Eigentümer und Politiker_Innen, dass dieses Haus und der darin entstehende sozio-kulturelle Freiraum eine große Bedeutung für die Stadtentwicklung und das soziale Gefüge der Stadt hat.